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Heizung ausgefallen: Was tun? Erste Hilfe & Diagnose

Ihre Heizung bleibt kalt? Prüfen Sie diese 5 Dinge, bevor Sie den Notdienst rufen.

Erste Hilfe, wenn die Heizung kalt bleibt

Ein Heizungsausfall im Winter ist extrem unangenehm. Bevor Sie jedoch den Heizungsnotdienst kontaktieren, können Sie einige grundlegende Dinge selbst überprüfen. Oft liegt das Problem an einer Kleinigkeit, die Sie schnell selbst beheben können.

1. Thermostat überprüfen

Steht das Thermostat auf der richtigen Stufe? Manchmal verklemmt sich auch der Stift im Thermostatventil. Nehmen Sie den Thermostatkopf ab und prüfen Sie, ob sich der kleine Metallstift leicht eindrücken lässt und von selbst wieder herauskommt.

2. Wasserdruck der Heizungsanlage kontrollieren

Gehen Sie zu Ihrer Heizungsanlage (meist im Keller) und prüfen Sie das Manometer. Der Wasserdruck sollte im grünen Bereich liegen (meist zwischen 1,0 und 1,5 bar). Ist der Druck zu niedrig, schaltet die Heizung auf Störung. Füllen Sie in diesem Fall Wasser nach.

3. Heizkörper entlüften

Wird der Heizkörper nur unten warm und bleibt oben kalt? Oder hören Sie ein gluckerndes Geräusch? Dann befindet sich Luft im System. Mit einem Entlüftungsschlüssel können Sie die Luft an jedem Heizkörper ablassen, bis Wasser austritt.

4. Stromversorgung und Notschalter prüfen

Ist der Heizungsnotschalter versehentlich ausgeschaltet worden? Prüfen Sie auch den Sicherungskasten, ob die Sicherung für die Heizungsanlage herausgesprungen ist.

5. Fehlermeldung am Display ablesen

Moderne Heizungen zeigen bei einer Störung einen Fehlercode auf dem Display an (z.B. F.28 bei Vaillant). Notieren Sie sich diesen Code – er hilft dem Monteur später bei der schnellen Diagnose.

Diagnose nach Heizungstyp

Nicht jede Heizung funktioniert gleich. Je nach Typ gibt es unterschiedliche Schwachstellen, die Sie kennen sollten:

Gasheizung

Prüfen Sie zuerst, ob der Gashahn geöffnet ist. Manchmal wird er bei Arbeiten im Keller versehentlich zugedreht. Moderne Gasthermen zeigen Fehlercodes wie F.28 (Zündung fehlgeschlagen) oder F.75 (Wasserdruckfehler). Wichtig: Riechen Sie nach Gas, öffnen Sie sofort alle Fenster, verlassen Sie das Haus und rufen Sie die Feuerwehr (112) oder den Gas-Notdienst Ihres Versorgers. Betätigen Sie keine elektrischen Schalter und zünden Sie kein Feuer.

Ölheizung

Schauen Sie auf die Füllstandsanzeige Ihres Öltanks. Ein leerer Tank ist eine häufigere Ursache als man denkt. Wenn der Tank voll ist, kann die Brennerdüse verschmutzt sein. Bei Ölheizungen hilft oft ein Reset über den Entstörknopf am Brenner. Drücken Sie ihn einmal kurz. Wenn der Brenner danach wieder auf Störung geht, rufen Sie den Fachmann.

Wärmepumpe

Wärmepumpen sind empfindlich gegenüber Stromunterbrechungen. Prüfen Sie den FI-Schutzschalter im Sicherungskasten. Bei Luft-Wärmepumpen im Außenbereich kann im Winter das Außengerät vereisen. Eine leichte Vereisung ist normal und wird automatisch abgetaut. Ist das Gerät komplett zugefroren, liegt ein Defekt vor.

Wann ist der Heizungsausfall ein Notfall?

Nicht jeder Heizungsausfall rechtfertigt einen teuren Notdienst-Einsatz. Aber in diesen Situationen sollten Sie sofort handeln:

  • Gasgeruch: Sofort Fenster öffnen, Haus verlassen, Feuerwehr rufen. Kein Licht anschalten, kein Telefon im Haus benutzen.
  • Temperaturen unter 16 Grad in der Wohnung: Ab dieser Temperatur drohen gesundheitliche Schäden, besonders bei Kindern, älteren Menschen und kranken Personen.
  • Frostgefahr: Bei Außentemperaturen unter null Grad können Heizungsrohre einfrieren und platzen. Das verursacht einen Wasserschaden, der tausende Euro kosten kann.
  • Ungewöhnliche Geräusche oder Gerüche: Knallen, lautes Brummen oder verbrannter Geruch deuten auf einen ernsthaften Defekt hin.

Gesetzliche Mindesttemperaturen

Wussten Sie, dass es gesetzliche Vorgaben für Mindesttemperaturen gibt? Laut der Arbeitsstättenregel ASR A3.5 gelten folgende Mindesttemperaturen:

  • Büroräume: mindestens 20 Grad
  • Sanitärräume: mindestens 21 Grad
  • Duschräume: mindestens 24 Grad

Für Arbeitgeber bedeutet das: Ein Heizungsausfall im Betrieb muss umgehend behoben werden. Nach Paragraph 618 BGB ist der Arbeitgeber verpflichtet, Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz zu vermeiden.

Ihre Rechte als Mieter bei Heizungsausfall

Ein Heizungsausfall ist laut Mietrecht ein Mietmangel. Nach Paragraph 535 BGB ist Ihr Vermieter verpflichtet, die Heizung instand zu halten. Das bedeutet konkret:

  • Melden Sie den Ausfall sofort schriftlich (E-Mail reicht) an Ihren Vermieter.
  • Setzen Sie eine angemessene Frist zur Behebung (im Winter: 24 Stunden).
  • Bei Temperaturen unter 15 Grad können Sie die Miete um bis zu 25 Prozent mindern (AG Berlin-Neukölln, Urteil).
  • Ist die Wohnung unbewohnbar kalt, ist eine Mietminderung von bis zu 100 Prozent möglich.
  • Reagiert der Vermieter nicht, dürfen Sie selbst einen Fachbetrieb beauftragen und die Kosten als Aufwendungsersatz geltend machen.

Was darf eine Heizungsreparatur kosten?

Die Kosten für eine Heizungsreparatur hängen vom Defekt ab. Damit Sie eine Vorstellung haben:

  • SHK-Stundensatz regulär: 65 bis 90 Euro
  • Notdienst-Stundensatz: 130 bis 200 Euro
  • Anfahrt: Bei uns immer kostenlos in ganz Hessen. Viele unseriöse Anbieter verlangen 50 bis 100 Euro Pauschale — wir nie.
  • Typischer Gesamteinsatz: 150 bis 400 Euro

Der Nacht- und Wochenendzuschlag beträgt in der Regel 50 bis 70 Prozent auf den Lohnanteil. In der Region Frankfurt und Wiesbaden liegen die Preise etwa 20 bis 30 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Vorsorge statt Notfall

Die beste Strategie gegen Heizungsausfälle ist Vorsorge. Eine jährliche Heizungswartung kostet zwischen 100 und 200 Euro und verhindert die meisten Störungen, bevor sie auftreten. Der Techniker prüft dabei Brenner, Pumpe, Dichtungen und reinigt die Anlage. Das spart langfristig Geld und schützt Sie vor einem Ausfall im schlimmsten Moment.

Nichts hat geholfen?

Wenn diese Schritte nicht zur Lösung führen, liegt wahrscheinlich ein technischer Defekt an der Pumpe, dem Brenner oder der Steuerung vor. Unsere Profis für Heizungsreparatur helfen sofort — rufen Sie uns an!

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Hausmittel helfen nicht mehr weiter? Unser Notdienst ist rund um die Uhr für Sie da. Schnell, kompetent und zu fairen Preisen.

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